Die Axt im Haus
erspart den
Zimmermann. |
(Schiller, Wilhelm Tell.) |
Die Räume wachsen,
es dehnt sich
das Haus. |
(Schiller, Lied von der Glocke) |
| Durch Weisheit wird ein Haus
gebaut, durch Verstand wird es erhalten. |
(Salomon, Sprüche 24,3) |
Es ist, ihr möget wollen oder
nicht,
das Haus der Spiegel eurer selbst. |
(Joh.
Gottheit) |
Im schönsten Wiesengrunde
ist
meiner Heimat Haus. |
(Wilhelm Gaukhorn 19.Jahrh.) |
| Je größer das Haus, je größer
der Schein. |
(Abraham a Santa Clara) |
| Klein, aber mein. |
(Deutsche Spruchweisheit) |
| Kleine Häuser haben auch Fenster. |
(aus Frankreich) |
| Mit dem Wort verändert sich das
Haus. |
(Griechische Philosophenweisheit) |
| Nirgends wie zu Hause. |
(Polnisches
Sprichwort) |
| O wären wir weiter, o wär' ich
zu Haus! |
(Goethe, Gedichte 24.4.1813) |
| Sieht man ein Haus doch gleich so
deutlich, wes Sinnes der Herr sei. |
(Goethe, Hermann und Dorothea,
1797) |
| Tua
res agitur, paries cum proximus ardet.
In Deutsch: Es geht um deine Sache, |
(Horaz,
34 v. Chr.) |
| Wenn dieses Haus so lange steht,
Bis aller Neid und Haß vergeht, Dann
bleibt's fürwahr so lange steh´n, Bis
die Welt wird untergeh´n. |
Bürgermeisterhaus) |
| Wenn Große Häuser einstürzen,
gibt es viel Staub. |
(englischer Sinnspruch) |
| Wer Gott dem Allerhöchsten traut,
der hat auf keinen Sand gebaut. |
(Kirchenlied,
G.Neumarck 1641) |
| Willst Du, dass wir mit hinein,
in das Haus dich bauen, laß es Dir gefallen, Stein, dass wir dich
behauen. |
(Friedrich Rückert 1818) |
| Wir hatten gebauet ein stattliches
Haus. |
(Anfang
eines Studentenliedes, D.v.Binzer, 1819 |
| Wir redlich ist, auf den kann man
sein Haus bauen. |
(17. Jahrhundert) |
| Ich aber und mein Haus, wollen dem
Herrn dienen. |
(Buch Josua, 24.15) |
| Am Neste kann man sehen, was für
ein Vogel darin wohnt. |
(Alte Spruchweisheit) |
| Nachbarn |
|
| Besser einen Nachbar über der
Mauer, als einen Bruder über dem See. |
|
Bleib' zu Haus und koch' den Brei,
so kommst du nicht in Zankerei. |
(Aus Köln) |
Brennt des Nachbarn Wand,
ist dein
Haus gefährdet. |
(Horaz, Episteln) |
Dann außerhalb dem Haus geleyt,
hat man keine Sicherheit. |
(Joh.
Friedr. Fischart, 1578) |
Der beste Advokat, -
Der
schlimmste Nachbar. |
(deutsches
Sprichwort) |
| Des
Nachbarn Henne scheint uns
eine Gans. |
(Türkisches
Sprichwort) |
| Ein jeder soll vor seinem Hause
fegen, dann wird es rein auf allen Wegen. |
(Deutsche Lebensweisheit) |
| Einer, der seinen Nachbarn
hasst,
Entdeckt sogar in der Sonne Fehler. |
(Polnisches Sprichwort) |
Er wollte haben in Unehren;
Von
dem werd' ich geschwind mich kehren.
Und so lautet der Urtext:
So getriuwes friundes ger ich niht,
Der gerne wollte haben pfliht.
Mit mûne nâch unêren;
Von dem will ich mich kêren. |
(Aus dem
Mittelhochdeutschen) |
Erst nach dem Nachbar schaue,
Sodann das Haus dir baue!
Wenn der Nachbar ist ein Schuft,
So baust du dir
eine Totengruft. |
(Friedrich Rückert) |
Fluche
einem Nachbarn,
und du gräbst zwei Gräber. |
(aus Japan) |
Hast du den Bären heute in
Nachbars Garten gesehen?
Erwarte ihn morgen in deinem! |
(Bulgarisches Sprichwort) |
Liebe Deinen Nachbarn,
aber reiß'
den Zaun nicht ein! |
(Deutsche Spruchweisheit) |
Man soll sich kein Haus kaufen,
sondern einen guten Nachbarn. |
(aus Albanien) |
Sieh zuerst in dein Haus,
danach hinaus. |
(ostfriesische Spruchweisheit) |
Soll ich dir die Gegend zeigen,
mußt
du erst das Dach besteigen. |
(Goethe, Buch der Sprüche) |
Was im Hause gekocht wird,
soll
man auch im Hause essen. |
(Aachener Spruch) |
Wer die Geiß im Hause hat,
dem
kommt der Bock vor die Tür. |
(bajuwarische Erkenntnis) |
| Ordnung |
|
Katz' aus dem Haus,
rührt sich
die Maus. |
(deutsches Sprichwort) |
| Ordnung im Haus ist halbes Sparen. |
(westfälische Weisheit) |
| Wenn die Katze aus dem Hause ist,
dann tanzen die Mäuse. |
(deutsche Spruchweisheit) |
Wer ein sauberes Haus haben will,
muss selber fegen. |
(rheinische Lebenserkenntnis) |
Wer sein Haus will rein erhalten,
darf weder Weib noch Pfaff‘ noch Tauben halten,
Im Originaltext:
Qui vent tenir nette sa maison,
N'y mette ni
femme, ni pretre, ni pigeon. |
(aus dem Französischen) |
Wer war sucht,
der stellt das Haus
auf den Kopf. |
(Haussegen hängt schief) |
| Wie der Hausherr, so das Haus. |
(deutsches Spruchweisheit) |
Wie ein Falke das Gesinde zu
beobachten,
darauf beruht der
Grund aller Haushaltung. |
(Goethe,
Wilhelm Meisters Lehrjahre,1783) |
| Preise |
|
Bauen ist eine Lust.
Doch was es kost',
hab' ich nicht gewusst. |
(Ein
Jammerer, der sich nicht beraten ließ) |
Jesus hat viel gelitten,
aber nie gebaut. |
(Verfasser
unbekannt, aber sicher jemand, der BOENDGEN nicht kannte) |
"Na, so mußt's kommen!"
sagte
Neumann,
"sieben (überschuldete) Häuser und keine Schlafstelle". |
|
| Sparsamkeit erhält das Haus. |
(aus Schottland) |
Wem Fortuna ein Haus schenkt,
dem schenkt er auch die Möbel. |
(Wilhelm Busch) |
Wer ein Haus hat, der hat Sorgen,
wer kein Geld hat, der muss borgen. |
(deutsches Sprichwort) |
| Willst Du den Bau nicht einst
beweinen, Dann baue nur mit eignen Steinen! |
|
Wo der Kreuzer zu Hause ist,
gilt
er einen Batzen. |
(schwäbischer Denkspruch) |
Wo Sparsamkeit haushält,
wächst
der Speck am Balken. |
(aus dem Russischen) |
| Zu einer Haußhaltung gehört ein
Noth-, ein Zehr-, ein Ehrpfennig. |
(Christoph
Lehmann, 1664) |
| Reparaturen |
|
| Jedes Haus hat seine Risse. |
(asiatische Lebenserkenntnis) |
| Wer zwei Häuser hat, dem regnet's
in eins. |
(aus dem Holländischen) |
| Soll Dir das Bauen Freude machen,
hol‘ bei BOENDGEN alle Sachen. |
E.Giebels |
| Segen |
|
So GOTT zum Haus nicht giebt sein
Gunst,
so arbeit
jedermann umbsunst. |
(Joh.Kohlros, 1525) |
| Unglück |
|
| Das leere Haus ist voll von Lärm. |
(Deutscher Sinnspruch) |
Des Menschen Finde,
(Feinde)
sind
sein eigen Hausgesinde. |
(Buch Michael 7.6) |
Drei Ding im Haus sind ungelegen:
Der Rauch, ein böses Weib und Regen. |
(alter Hausspruch) |
| Ein Loch im Dach verdirbt das
ganze Haus. |
(so sagt der Dachdecker) |
Es ist dem haus ein groß
verdriet,
dar das huhn kräht,
und der hahn niet. |
(Mittelalterliche Spruchweisheit) |
Es ist kein Häuslein,
es hat sein
Kreuzlein. |
|
Fehlt das Brot im Haus,
zieht der
Friede aus. |
(aus Belgien) |
| Fern vom Haus ist nah' beim
Schaden. |
(Kaufmannsweisheit) |
| Großes Haus, Große Unruhe. |
(Berliner Weisheit) |
| Hauszank währt nicht lang. |
(Rheinische Erkenntnis) |
Heiliger Sankt Florian,
Schütz
unser Haus, zünd' and're an! |
("Frommer"
Wunsch der Aachener Hausbesitzer) |
| Im leeren Haus bleibt keine Maus. |
(ostfriesische Spruchweisheit) |
In goldenen Häusern
gibt es oft
bleierne Stunden. |
(deutsche Spruchweisheit) |
| Jedes Haus hat sein Kreuz. |
(deutsches
Sprichwort) |
| Kein Haus ohne Maus. |
(deutsches Sprichwort) |
| Kräht die Henne und schweigt der
Hahn, ist das Haus gar übel dran. |
(H.A.Freiherr von Abschatz 1704) |
Schnell brennt ein Haus,
aber
langsam löscht man's aus. |
(Deutsches Sprichwort) |
So leb denn wohl, du stilles Haus
!
Wir ziehen betrübt von dir hinaus. |
(F.
J. Reimund, 1828) |
Unseliger ist nichts,
als wenn's dir immer ist,
als
seist du nicht zu Haus,
wo du
zu Hause bist. |
(Friedrich
Rückert) |
| Vom Funken brennt das Haus. |
(aus Sizilien) |
| Wenn das Haus niedergebrannt ist,
bringen alle Leute Wasser. |
(deutsches Sprichwort) |
Wenn der Feind im Hause ist,
suche
ihn nicht draußen! |
(aus Rom) |
Wenn die Scheune brennt,
ist das
Haus in Gefahr. |
(belgisches Sprichwort) |
Wo zwei in einem Hause sind,
bleiben sie selten eins. |
(aus Bremen) |
| Wohl steht das Haus gezimmert und
gefugt, doch ach, es wankt der Grund,
auf dem wir bauten. |
(Schiller, Wilhelm Teil, 1804) |
| Weisheit |
|
| Am Abend erst schätzt man das
Haus. |
(J.W.Goethe, Faust I, 1808) |
|
|
Am Don ist es schön,
aber daheim
ist es schöner. |
(Russisches Sprichwort) |
Auch auf Thronen
kennt man häuslich
Glück. |
(Luise
von Preußen) |
| Auch in ein kleines Haus gehen
viele Freunde. |
(aus Bayern) |
Das größte Haus ist klein,
das
kleinste Haus ist weit,
wenn dort regiert der Schein,
und hier
Zufriedenheit. |
(Spruch
an einem Haus in Kassel) |
| Der Verstand ist nicht immer zu
Haus. |
(Deutscher Sinnspruch) |
| Aus einem schlichten Haus sieht
oft ein kluger Mann heraus. |
(Herkunft unbekannt) |
| Branntwein stürzt das Haus ein. |
(Deutsche Spruchweisheit) |
Concordia domi, foris pax.
(Eintracht zuhause, draußen Friede) |
|
Das Haus mag zerfallen !
Was
hat's dann für Not ?
Der Geist lebt in uns allen,
und unsere Burg ist
Gott. |
(A.
Binzer, 1819) |
Dem,
der zu Hause verharrend
edlen Schatz bewahrt
und hoher Wohnung
Mauer
auszukitten weiß,
wie
auch das Dach zu sichern
vor des Regens Drang,
dem wird es Wohlergehen
alle Lebenstage lang. |
(Goethe,
Faust 2, vor dem Palaste des Menelaus zu Sparta) |
| Die Unordnung ist ein teurer
Hausgenosse. |
(aus den Niederlanden) |
Draußen zu wenig oder zu viel,
zu Hause nur ist Maß und Ziel. |
(Goethe,
Gedichte 1813) |
| Ein Haus ist leichter angezündet
als gelöscht. |
(meint nicht nur die Feuerwehr) |
| Ein Haus leidet nicht zwei
Herren. |
(Deutsche Spruchweisheit) |
Es gehört mehr zum Haushalt
als
vier Beine unter einem Tische.
Unsere Nachbarn sagen es so:
Daar behoort meer tot eene huishouding
dann vier beenen onder eene tafel. |
(aus dem Niederländischen) |
| Heiraten ist leicht, Haushalten
schwer. |
(deutscher Sinnspruch ) |
Mit Vielem hält man Haus,
mit
Wenigem kommt man aus. |
(aus Westfalen) |
| Wahrmanns Haus steht am längsten. |
(westfälische Spruchweisheit) |
Wer sein Haus verkaufen will,
der schmücke es. |
(
Japanisches Sprichwort) |
| Wetten bringt um Haus und
Betten. |
(deutsches Sprichwort) |
| Zufriedenheit |
|
Der Haushalt ist der beste,
worin
man nichts Überflüssiges will, nichts Notwendiges entbehrt. |
(aus
dem Griechischen nach Plutarch um 75. N. Chr.) |
| Der Topf daheim kocht lustiger als
jeder andere. |
(Russisches Sprichwort) |
Die
schönste Rede,
die man in unseren Zeiten halten kann,
wäre:
Über die Kunst, zu Hause zu bleiben. |
(Karl Julius Weber, 1836) |
| Gute Haushaltung macht kleines
Einkommen groß. |
(Deutsches Sprichwort) |
Hast du ein Haus,
So denke nicht d'raus ! |
(alter Schweizer Hausspruch) |
Häuslichkeit!
In deines Glückes Frieden liegt allein der Menschheit großes Los. |
(Johann
Jakob Engel, 1804) |
| Im Hause des Faulen ist immer
Feiertag. |
(aus Westfalen) |
| Man muss nur in die Fremde gehen,
um das Gute kennen zu lernen, was man zu Hause besitzt. |
(Goethe an Kinns, 24.8.1797) |
Mit
tausend Wünschen war er ausgegangen.
Das Ende war: Bescheidenes Verlangen.
Ganz leise sprach es nur mit
einer Hoffnung Keim:
Ich möchte heim. |
(Hausspruch in Luzern) |
Ob Sommersonne, ob Winterbraus,
Lenz sei es stets in diesem Haus!
Ach, das Köstlichste auf Erden
ist das stille Glück im Haus,
mag es draußen Winter werden,
hier ist's Lenz jahrein, jahraus. |
(Ernst Scherenberg, 1875) |
Raum
ist in der kleinsten Hütte
für ein glücklich liebend Paar. |
(Friedr. Schiller) |
Was ist doch aller Feste Pracht,
gen meines Hauses Liebesruh‘ ? |
(Oskar
Freiherr von Redwitz, 1849) |