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4.4 Poroton

Der im Wohnungsbau sicherlich am meisten verwendete Wandbaustoff dürfte POROTON  sein.
Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um ein Material, das aus Ton hergestellt oder besser: gebrannt wird.
Um dem Stein eine gute Wärmedämm - Eigenschaft zu geben, bekommt er viele kleine Hohlräume oder Poren, und jetzt wissen Sie auch, woher der Name kommt.
Die Hohlräume entstehen aber nicht    - wie beim Käse oder Porenbeton -    durch Gasbildung, sondern durch Zumischen von vielen kleinen  Styroporkugeln oder auch Sägemehl zur Tonmasse. Beim Brennen der in der Strangpresse geformten Steine verbrennen die Styropor- bzw. Holzteilchen und hinterlassen die "Löcher", die dem Material so hervorragende Dämmeigenschaften geben.  

Bevor Sie nun  "in die Details gehen",  die wir zumeist von den Herstellern "abgekupfert" haben, ein kleiner Überblick über die Vor- und Nachteile dieses Materials:

Vorteile: 
    -    fast so preisgünstig wie Kalksandsteine,
    -    überall schnell und problemlos verfügbar,
    -    alle üblichen und genormten Steinformate erhältlich,
    -    auch Großblöcken verfügbar,
    -    U - Steine und Stürze,
    -    auch als Verblender und Vormauersteine lieferbar,
    -    sehr gute Wärmedämmwerte,
    -    sehr guter Putzträger,
    -    hohe Festigkeit, aber spröde, 
    -    gute Tragfähigkeit,
 
    -    geringes Gewicht,
    -    problemlos zu verarbeiten,
    -    völlig geruchloser Naturbaustoff,


Nachteile: 
    -    schlechte Schalldämmung,
    -    geringes Wärmespeichervermögen,
    -    wassersaugend,
    -   
spröde, = schlecht für Befestigungen,

Alles in Allem: Wir mögen den Baustoff  POROTON sehr, und wir verwenden ihn für unsere eigenen Bauvorhaben dann, wenn es darum geht, gute Tragfähigkeit mit hoher Wärmedämmung zu verbinden.