4.2 Bims
Hohlblocksteine,
Kellersteine, Vollblöcke,
Vollsteine, Bimsdielen, Kaminsteine,
U-Steine, Fertigteildecken,
Wandplatten, Verarbeitung,
Feuchteschutz, Schallschutz,
Brandschutz
Vor vielen
tausend Jahren,
als die Erde noch "wüst und leer" war,
- von wegen: "leer!", es ging ganz schön turbulent zu -
da hat der liebe Gott in der
Eifel viele gewaltige Vulkane aufgestellt, die Feuer und Dampf und Lava
gen Himmel spuckten.
Der größte dieser Vulkane war etwas schief geraten,
- vielleicht war es auch nur ein "Seitenspucker" -
auf jeden Fall hatte der sein "Rohr" auf das heutige "Neuwieder
Becken" gerichtet und die ganze Gegend viele Meter dick mit Lava
und heißer Asche "zugespuckt". Diese heißglühende
Masse wurde durch heiße Gase explosionsartig hochgedrückt und kam tief aus dem Erdinneren,
wo es auch heute noch wie in der Hölle aussieht, und wurde viele Kilometer
"durch die Luft" geschleudert
- gute Atemluft war es bestimmt nicht - und
so war und wurde das Material reichlich mit Gas und Wasserdampf durchsetzt
und stark porös.
Außerdem bildeten sich bei der weiten "Luftreise" und
beim "Niederregnen" auch noch schöne Tropfen, und zwar etwa in
den Dimensionen, wie sie von den Bauingenieuren der RWTH Aachen nicht besser hätten
ausgewählt werden können .
Da sage noch mal einer, der liebe Gott verstände nichts vom Bauen.
Nur weil er den Sand und Kies nicht nach der Ideal-Sieblinie vergraben
hat!.
Aber beim Bims im
Neuwieder Becken hat er alles richtig gemacht.
Bis auf die vielen und ärgerlichen
Verunreinigungen. Und: Viel zu wenig !
In weniger als hundert Jahren ist fast schon alles verbraucht. Schade !
Schade !
Dabei ist Bims so ein guter und - ehemals - so
preisgünstiger Baustoff.
Wer sich also bei seinem Hausbau für Bims entscheidet, egal unter welchem
Namen oder Markennamen, er trifft eine gute Wahl.
Und wer sich noch nicht endgültig entschieden hat oder etwas Bestimmtes
zum Thema Bims wissen möchte: Sie kennen das schon: Weitersurfen in diese
Richtung, die Ihnen immer das kleine Händchen zeigt!
Hier finden Sie alles wichtige ueber Bims:
Hohlblocksteine,
Kellersteine, Vollblöcke,
Vollsteine, Bimsdielen, Kaminsteine,
U-Steine, Fertigteildecken,
Wandplatten, Verarbeitung,
Feuchteschutz, Schallschutz,
Brandschutz
Was jetzt folgt,
haben wir irgendwo stibitzt.
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Hohlblocksteine
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Bims-Hohlblocksteine (Hbl) sind großformatige, fünfseitig geschlossene,
mit Kammern versehene Mauersteine. Sie
haben (oben) einen geschlossenen Deckel, es kann also kein Mauermörtel
in die Kammern fallen.
Sie sind genormt in DIN 18151 "Hohlblocksteine aus Leichtbeton". Es
waren die ersten Mauersteine dieser Art und Größe in Deutschland. Sie
haben das Bauen und die Wirtschaftlichkeit
des Bauens entscheidend geprägt, denn es entfallen nur 8
Hohlblocksteine auf 1
m2 Wand. |
Hier die wichtigsten Formate:
|
Länge |
Breite |
Höhe |
Bezeichnung |
|
49,5
cm |
17,5 cm |
23,8 cm |
12 DF |
|
49,5 cm |
24 cm |
23,8 cm |
16 DF |
|
49,5 cm |
30 cm |
23,8 cm |
20 DF |
| 24,5 cm |
36,5 cm |
23,8 cm |
12 DF |
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Festigkeitsklassen, Kennzeichnung, Rohdichten:
|
Festigkeitsklasse |
Kennzeichnung |
Druckfestigkeit
(Mittelwert)
|
Zugehöriger
Rohdichtenbereich |
| Nut |
Farbe |
|
Hbl 2 |
|
grün |
2,5 N/mm2 |
0,50-0,80
kg/dm3
|
|
Hbl 4 |
1 |
blau |
5,0 N/mm2 |
0,80-0,90
kg/dm3 |
|
Hbl 6 |
2 |
rot |
7,5 N/mm2 |
1,00
kg/dm3 |
|
Wichtig sind Rohdichte (bzw. Gewicht) und Druckfestigkeit. Je niedriger die Rohdichte, um so wärmedämmender der
Stein. Die Druckfestigkeit ist für den Planer ein Maßstab für die statische Belastbarkeit der gemauerten Wand.
Die Steine sind durch Nuten oder Farben gekennzeichnet, um sie auf der Baustelle unterscheiden zu können.
Zur Offenlegung aller Eigenschaften schreibt die DIN 18151 eine ganz bestimmte Bezeichnung auf den Lieferscheinen
vor.
Sie lautet beispielsweise:
"Bims-Hbl 2 - 0,5 - 495 x 300 x 238 DIN 18151". --->
Es handelt sich dabei um einen Hohlblockstein aus Naturbims, der Festigkeitsklasse 2, der Rohdichte 0,50, mit den
Abmessungen 49,5 x 30 x 23,8 cm, genormt in DIN 18151.
Hohlblocksteine sind denkbar einfach und schnell zu vermauern. Auf ein vorbereitetes Mörtelbett werden mehrere
Steine, mit den Hohlkammern nach unten, dicht aneinanderstoßend (knirsch) versetzt. Wenn die entstandenen
"Taschen" an den Kopfseiten satt mit Mörtel verfüllt sind, beginnt schon der nächste Arbeitstakt.
Wärmedämmende Außenwände werden mit Leichtmörtel, Innenwände mit Normalmörtel gemauert.
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Kellersteine
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Kellersteine gehören zur Gruppe der Hohlblocksteine und sind damit in DIN 18151 genormt. Sie sind in erster Linie -
wie der Name besagt für Kellermauerwerk bestimmt, vor allem für Kelleraußenwände.
Kellersteine werden grundsätzlich in den Festigkeitsklassen Hbl 4 und Hbl 6 hergestellt, um die Erddruckbelastung
sicher aufzunehmen und auf die Fundamente übertragen zu können. Ihre Rohdichten sind bewußt hoch, weil sich bei
erddruckbelasteten Wänden ein höheres Wandgewicht günstig auswirkt.
|
Die beiden wichtigsten Formate:
| Länge |
Breite |
Höhe |
Bezeichnung |
|
24 cm |
30 cm |
23,8 cm |
10 DF |
|
24 cm |
36,5 cm |
23,8 cm |
12 DF |
|
Weiterhin sind Kellersteine mit der Höhe 17,5 cm lieferbar. Die Bimsindustrie stellt neben Kellersteinen mit
Stirnseitentaschen auch Kellersteine mit glatten Kopfseiten her. Diese Steine können in beiden Richtungen verarbeitet
werden, d. h.
der Stein mit den Abmessungen 24 x 30 x 23,8 cm eignet sich für 24 und 30 cm dicke Wände;
der Stein mit den Abmessungen 24 x 36,5 x 23,8 cm eignet sich für 24 und 36,5 cm dicke Wände.
Wegen dieser "universellen" Anwendbarkeit sind diese Steine im Markt
auch unter der Bezeichnung Uni-Kellersteine
bzw. Uni-Steine bekannt. Bis zu einer Anschüttungshöhe von 1,40 m (in
Sonderfällen von 1,75 m) reicht eine 30er Kelleraußenwand, darüber ist
eine 36,5er Kelleraußenwand erforderlich. Die Rohdichten von
Kellersteinen liegen zwischen 1,20 und 1,40
kg/dm3, so
daß diese Wände auch einen guten Schallschutz bieten.
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Vollbloecke |
|
Bims-Vollblöcke haben die
Abmessungen von Hohlblocksteinen.
Sie besitzen statt Hohlkammern
schmale Schlitze, deren Flächenanteil
maximal 10 % der Lagerfläche beträgt. Bims-Vollblöcke (Vbl) sind in DIN 18152 "Vollsteine und Vollblöcke aus
Leichtbeton" genormt. Sie stellen eine Weiterentwicklung des
Hohlblocksteins dar. Wegen ihrer
besonders günstigen
Wärmedämmung eignen sie sich vor
allem für Außenwände, an die hohe
Wärmeschutzanforderungen gestellt
werden. Die Wärmeschutzwirkung von Bims-Vollblöcken wird erzielt durch die
optimale Schlitzanordnung und den
hochwertigen, leichten Bimsbeton, der
wegen der geringen Rohdichten
erforderlich ist.
|
Hier die wichtigsten Formate:
|
Länge
|
Breite
|
Höhe
|
Bezeichnung
|
|
49,5
cm
|
17,5
cm
|
23,8
cm
|
12 DF
|
|
49,5
cm
|
24
cm
|
23,8
cm
|
16 DF
|
|
49,5 cm |
30
cm
|
23,8
cm
|
20 DF
|
|
49,5
cm
|
36,5
cm
|
23,8
cm
|
24 DF
|
|
24,5
cm
|
36,5
cm
|
23,8
cm
|
12 DF
|
|
Ebenso wie bei Hohlblocksteinen gibt
es auch bei Bims Vollblöcken 3
Festigkeitsklassen:
|
Festigkeitsklasse |
Druckfestigkeit
(Mittelwert) |
Zugehöriger
Rohdichtenbereich |
|
Vbl 2
|
2,5 N/mm2
|
0,50-0,60 kg/dm3
|
|
Vbl 4
|
5,0 N/mm2
|
0,70 kg/dm3
|
|
Vbl 6 |
7,5 N/mm2 |
0,80 kg/dm3
|
|
Die Kennzeichnung entspricht der von
Hohlblocksteinen. Bei der Bezeichnung (auf
Lieferscheinen usw.) ist das Merkmal "S-W" von Bedeutung. "S"
steht für Schlitze und "W" für
Wärmeschutz.
Beispiel: "Bims-Vbl S-W 2-0,5495 x
300 x 238 DIN 18152".
Es handelt sich um einen hochwärmedämmenden Bims-Vollblock mit Schlitzen, der
Festigkeitsklasse 2, der Rohdichte
0,50, mit den Abmessungen 49,5 x 30
x 23,8 cm, nach DIN 18152.
Verarbeitet werden Vbl wie Hbl. Als
Mörtel ist grundsätzlich Leichtmörtel zu
empfehlen. Neben genormten Steinen gibt es eine
Reihe von Vollblöcken und
Hohlblocksteinen mit bauaufsichtlicher
Zulassung bzw. Bescheid des
Bundesbauministers. Diese
Steinarten zählen wegen ihrer
geringen Rohdichte grundsätzlich zu
den hochwärmedämmenden
Bimsbaustoffen. |
|
Vollsteine
|
Bims-Vollsteine (V) sind
kleinformatige Steine. Ihre Höhe beträgt liegend verarbeitet 11,5 bzw.
9,5 cm. Sie sind genormt in DIN 18152.
|
Länge
|
Breite
|
Höhe
|
Bezeichnung |
|
24
cm
|
11,5
cm
|
11,5
cm
|
2 DF
|
|
24
cm
|
17,5
cm
|
11,5
cm
|
3 DF
|
|
24
cm
|
30
cm
|
11,5
cm
|
5 DF
|
|
24
cm
|
36,5
cm
|
11,5
cm
|
6
DF
|
|
49
cm
|
24
cm
|
11,5
cm
|
8 DF
|
|
49
cm
|
30
cm
|
11,5
cm
|
10 DF
|
|
49
cm
|
24
cm
|
9,5
cm
|
6,8 DF
|
|
Die Festigkeitsklassen reichen von V 2
bis V 12. Es besteht folgende Abhängigkeit zwischen
Festigkeitsklasse und
Rohdichtenbereich:
| Festigkeitsklasse |
Druckfestigkeit
(Mittelwert) |
Zugehöriger
Rohdichtenbereich |
| V 2 |
2,5
N/mm2 |
0,70 - 1,00 kg/dm3
|
| V 4 |
5,0 N/mm2
|
0,80 - 1,20 kg/dm3
|
| V 6 |
7,5
N/mm2 |
1,00
- 1,40 kg/dm3
|
| V 12 |
15,0 N/mm2
|
1,60
- 1,80 kg/dm3
|
|
Die Kennzeichnung durch Nuten
und/oder Farben entspricht der
Regelung bei Hohlblocksteinen. Die
Festigkeitsklasse V 12 erhält 3 Nuten
oder die Farbe Schwarz.
Beispiel für die Lieferscheinbezeichnung: "Bims-V20,8240x300x115 DIN18152".
---> Es handelt sich dabei um einen Bims-Vollstein, der Festigkeitsklasse 2, der
Rohdichte 0,80, mit den
Abmessungen 24 x 30 x 11,5 cm, nach
DIN 118152.
Durch die Vielzahl der Formate lassen
sich Wanddicken von 9,5; 11,5; 17,5;
24; 30 und 36,5 cm herstellen. Während sich die kleineren Formate
vor allem als Ergänzungssteine für Hohlblock und Vollblockmauerwerk
verwenden lassen, können die
großformatigen Vollsteine sowohl
flachliegend zu tragendem Mauerwerk
als auch hochkant (z. B. das Format 49
x 24 x 11,5 cm) zu tragenden und nichttragenden Trennwänden verarbeitet
werden.
|
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Bimsdielen |
Bimsdielen, auch
Wandbauplatten (Wpl) genannt, sind genormt in DIN 18162 "Wandbauplatten aus
Leichtbeton" und in folgenden Formaten lieferbar:
| |
|
Länge
|
Dicke
|
Höhe
|
|
99
cm
|
5
cm
|
32
cm
|
|
99
cm
|
6
cm
|
32
cm
|
|
99
cm
|
7
cm
|
32
cm
|
|
|
Die Rohdichte liegt zwischen 0,80
und 1,00 kg/dm3. Die Festigkeit ist von untergeordneter
Bedeutung da aus Bimsdielen nur
nicht-tragende Wände errichtet
werden. Sie ist jedoch grundsätzlich
so groß, dass die statischen und
dynamischen Beanspruchungen von
der fertigen Wand sicher
aufgenommen werden. Die Bezeichnung auf Lieferscheinen
lautet für eine Wandbauplatte aus
Bims (Bimsdiele), der Rohdichte
0,80, mit den Abmessungen
99x6x32cm: "Bims-Wpl-0,8- 990 x 60 x 320 DIN
18162".
Mit Bimsdielen lassen sich
Trennwände von 5, 6 und 7 cm Dicke
herstellen. Sie eignen sich auch für
viele andere Zwecke, u. a. für
Abmauerungen von Badewannen,
Abseitenwände unter Dachschrägen
und Bekleidungen aller Art. Sie werden vorzugsweise mit
Kalkzementmörtel verarbeitet. |
|
Kaminsteine
|
|
Kaminsteine sind in Form von
Kaminmantelsteinen und
Kaminformstücken lieferbar. Kaminmantelsteine sind im
Gegensatz zu Kaminformstücken
mehrschalig aufgebaut. Zwischen
Schamotteeinsatz und Mantelstein befindet sich eine nichtbrennbare
Wärmedämmung. Beide
Ausführungen werden 1 - und
mehrzügig hergestellt.
Kaminformstücke sind genormt in
DIN 18150 "Baustoffe und Bauteile für
Hausschornsteine, Formstücke aus
Leichtbeton". Für Kaminmantelsteine besteht
neben DIN 18147 "Baustoffe und
Bauteile für dreischalige
Hausschornsteine" eine Reihe von
bauaufsichtlichen Zulassungen, nach
denen die Mantelsteinsysteme
gefertigt werden. Der besondere Vorteil dieser
Schornsteinbauteile ist ihre rationelle
Verarbeitung. Der Arbeitsfortschritt ist
wesentlich größer als bei
gemauerten Schornsteinen. Im
allgemeinen entfallen 4 Elemente auf
1 stgdm. Die günstige Wärmeschutzwirkung
macht Schornsteine aus
Kaminformstücken und
Kaminmantelsteinen besonders funktionssicher, da die
Abgastemperaturen an jeder Stelle
des Kamins ausreichend hoch
bleiben. Diese Kamine "ziehen" gut
und versotten nicht. Kaminformstücke bieten sich auch
für sogenannte Notkamine an, die
jeder Bauherr in ausreichender Zahl
vorsehen sollte. |
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U-Steine
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|
Bims-U-Steine bedürfen keiner Norm
oder Zulassung, ihre Abmessungen
sind jedoch auf die Maßordnung im
Hochbau und die Formate von Bims-Mauersteinen abgestimmt.
Sie werden mit und ohne Anschlag
gefertigt. |
Die lieferbaren Formate sind:
| |
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Länge
|
Breite
|
Höhe (ohne Anschlag) |
|
24,5 cm |
17,5
cm
|
23,8
cm
|
|
24,5
cm
|
24
cm
|
23,8
cm
|
|
24,5
cm
|
30
cm
|
23,8
cm
|
|
24,5
cm
|
36,5
cm
|
23,8
cm |
|
|
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U-Steine stehen somit für 17,5er bis
36,5er Wände zur Verfügung. Mit U-Steinen können Ringanker und
kürzere Stürze ausgebildet werden. U-Steine erhöhen den Wärmeschutz
und sorgen für einen einheitlichen
Putzgrund. |
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Fertigteildecken
|
Die Bimsindustrie bietet mehrere Fertigteildecken-Systeme an.
Überwiegend handelt es sich um sogenannte Hohlkörperdecken, bei denen
Bims-Hohlkörper zwischen vorgefertigte Stahlbetonträger (Gitterträger)
gehängt werden. Daneben gibt es Deckensysteme mit dicht nebeneinander
verlegten bewehrten
Bimsbetonbalken. Die Balken besitzen im Inneren in Längsrichtung
durchgehend
verlaufende Hohlräume. Fertigteildecken aus Bimsbeton werden für alle
im Hochbau üblichen
Stützweiten und Raumgrößen gefertigt. Diese Decken haben den Vorzug,
dass sie
ein Einschalen überflüssig machen. Die tragenden Balken oder
Gitterträger
werden lediglich in bestimmten Abständen durch Joche während der
Montagezeit
unterstützt. Die Deckenhöhe schwankt, je nach Konstruktionsart,
zwischen 16
und 25 cm. Bimsbetondecken sind besonders wirtschaftlich, weil sie auch
ohne maschinelle
Hilfe eingebaut werden können. Sie werden deswegen auch beim Bauen in
Selbsthilfe vorteilhaft eingesetzt.
Diese Decken besitzen ein nur
geringes Gewicht und belasten Wände,
Unterzüge und Fundamente weniger
stark als massive Stahlbetondecken.
Sie werden (nahezu) trocken eingebaut
und bringen daher nur wenig Wasser in den Neubau. Bei
Hohlkörperdecken wird lediglich der
Raum im Bereich der Gitterträger mit
Beton verfüllt, bei Bimsbetonbalken-Decken werden die beim Verlegen
entstehenden schmalen Fugen mit
Zementmörtel ausgegossen. |
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Dach-und
Wandplatten
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Zum Lieferprogramm gehören auch großformatige, plattenförmige Elemente mit
Bewehrung für Dächer und Wände. Ihr Einsatzgebiet ist vornehmlich der
gewerbliche Hochbau. Sie sind genormt in DIN 4028 "Stahlbetondielen aus
Leichtbeton". Dachplatten besitzen in Längsrichtung durchgehende Hohlräume, daher auch
Hohldielen genannt. Sie sind lieferbar in Längen bis zu 6 m, bei Breiten
zwischen 33 und 125 cm und Dicken zwischen 8 und 20 cm. Die Regelbreite beträgt
50 oder 62,5 cm. Sie eignen sich zur Eindeckung von Dächern für Wohn- und
Bürogebäude, Industriehallen und Garagen. Wandplatten werden als Vollplatten hergestellt. Sie werden in Längen bis zu
etwa 8 m, bei Breiten bis zu 1,50 m und Dicken zwischen 15 und 24 cm gefertigt.
Zusätzlich sind Sonderbreiten bis 2,50 m lieferbar. Es handelt sich um
ausfachende Elemente, die vor oder zwischen die tragende Konstruktion aus
Stahlbeton, Stahl oder Holz montiert werden. Für diese Platten gilt, dass sie verhältnismäßig leicht sind und damit nicht
nur einen überdurchschnittlich hohen Wärmeschutz besitzen, sondern auch
schnell und wirtschaftlich zu verlegen sind. Sie besitzen zudem eine günstige
Schalldämmung und hohe Feuerwiderstandsfähigkeit. |
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Verarbeitung
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Die Verarbeitung von Hohlblocksteinen,
Vollblöcken und Vollsteinen ist in der
DIN 1053 "Mauerwerk" geregelt. Die
großformatigen Bims-Hohlblocksteine
und Bims-Vollblöcke - man benötigt nur
8 Steine auf einen m2 - sind
wesentlich schneller zu versetzen als
eine entsprechend größere Stückzahl
kleinformatiger Steine. Bimsbaustoffe zeichnen sich dadurch
aus, dass sie wegen ihrer großen
Formate bei geringem Gewicht
wirtschaftliches und kostengünstiges
Bauen garantieren. Sie bieten sich
auch für das Bauen in Selbsthilfe an. Für die Herstellung von Außenwänden
wird statt üblichem Mauermörtel aus
Quarzsand (mit Rohdichten um 2,0 kg/dm3 ) Leichtmörtel (z. B. aus
Bimsgranulat mit Rohdichten unter 1,0 kg/dm3) verwendet. Leichtmörtel lässt sich wie üblicher
Mörtel verarbeiten, er hat jedoch den
Vorteil, dass er den Wärmeschutz
erheblich verbessert. Großformatige Bims-Mauersteine
erfordern wegen ihrer Formgebung
keine komplizierten
Mauerwerksverbände. Die Verarbeitung erfolgt mit mittigem Verband als sogenanntes Einsteinmauerwerk, bei dem
die Steinbreite der Wanddicke
entspricht. Die Anlieferung erfolgt im
Regelfall paketiert auf Holzpaletten und
- auf Wunsch - mit Schrumpffolien zum
Schutz gegen Niederschläge und
kleinere Beschädigungen. Bimsbaustoffe zeichnen sich
grundsätzlich durch eine leichte Bearbeitbarkeit aus Nageln, Bohren, Schlitzen und Fräsen bereiten keine
Probleme. Bimsbaustoffe haben eine geringe
Saugfähigkeit und besitzen eine rauhe
Oberfläche. Beiden Eigenschaften ist
zu verdanken, dass sie einen
besonders guten Putzgrund bilden.
Bimsbaustoffe entziehen dem
Putzmörtel kaum Wasser. Ihre rauhe
Oberfläche führt zu einer engen
Verzahnung mit dem Putz. |
|
Feuchteschutz
|
Feuchtigkeit in Wänden und Decken ist nicht nur hygienisch bedenklich, sondern
hat auch handfeste wirtschaftliche Nachteile, da feuchte Bauteile in ihrer
Wärmeschutzwirkung mehr oder weniger stark beeinträchtigt sind. Energiesparend
wohnt man daher nur in trockenen Häusern.
Häuser aus Bimsbaustoffen sind trockene und damit gesunde und energiesparende
Häuser.
Dafür sorgt in Verbindung mit der hohen Wärmedämmung der günstige,
niedrige Diffusionswiderstand von Bimsbaustoffen. Er sorgt für eine schnelle
Austrocknung der Baufeuchtigkeit innerhalb von Monaten und anschließend für
ein stetiges, zügiges Abführen der Raumluftfeuchtigkeit nach außen. Dieses
Verhalten bestätigen Messungen und Beobachtungen an ausgeführten Objekten und
rechnerische Untersuchungen nach DIN 4108 mit dem Verfahren nach Glaser. |
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Schallschutz
|
|
Der Schallschutz eines Hauses sollte bereits mit der Planung beginnen.
Ruhige
Räume (Schlafzimmer) legt man abseits vom Lärm, also z.B. nicht zur
Verkehrsstraße hin. Auch sollten Größe und Lage der Fenster beachtet
werden,
denn der Schallschutz von Fenstern ist grundsätzlich schlechter als der
von
Wänden. Als Faustregel für den Schallschutz gilt: Je schwerer die Wand,
desto
besser ist ihr Schallschutz. Das Maß für den Schallschutz ist das
Dezibel
(dB). Fenster und deren Flächen beeinflussen negativ das
Gesamtschalldämmmaß einer
Außenwand. Das lässt sich am besten mit einem Beispiel verdeutlichen:
Vergleicht man 2 Wände (mit je 25 % Fensterflächenanteil), bestehend
einmal
aus Beton, 30 cm dick, mit einem Gewicht von 750 kg/m2 , das andere
Mal aus Hohlblocksteinen, 24 cm dick, mit nur 240 kg /m2, zeigen die
folgenden Werte, wie wenig dadurch das Gesamt-Schalldämmmaß beeinflusst wird:
|
| |
| Betonwand: |
62,0 dB ohne Fenster |
36,0 dB mit Fenster* |
| Hohlblocksteinwand: |
48,0 dB ohne
Fenster |
35,8 dB mit Fenster*
|
| |
|
*Holzfenster mit 12 mm Isolierverglasung
(35 d13).
|
| |
|
|
|
|
|
Ein Unterschied im Schallschutz
beider Wände ist praktisch nicht
feststellbar, obwohl die Betonwand
dreimal so schwer ist wie die
Hohlblocksteinwand, die jedoch viermal besser wärmedämmend ist. Also wählt
man die Baustoffe für die Außenwand zunächst nach ihrem Wärmeschutz und
nicht nach ihrem Schallschutz aus.
Der Schallschutz ist in DIN 4109
"Schallschutz im Hochbau" geregelt.
Diese Norm befindet sich seit Jahren in einer Neubearbeitung. Da die
immer noch
gültige Fassung aus dem Jahr 1962 weitgehend überholt ist, wird auf den
Entwurf (E) der DIN 4109, Februar 1979, Bezug genommen.
Schallschutzanforderungen an Außenwände werden im Teil 6 der DIN 4109
(E)
erhoben. In Abhängigkeit des Straßenlärms sind 5 sogenannte
Lärmpegelbereiche festgelegt Den Lärmpegelbereichen sind bestimmte
Mindestschalldämmmaße der Außenwände und Fenster zugeordnet. Deren
Erfüllung bereitet mit Bimsbaustoffen keine Schwierigkeiten.
Im Gebäudeinnern werden Schallschutzanforderungen vor allem an Treppenhausund
Wohnungstrenn- bzw. Haustrennwände gestellt. Eine einschalige Wand kann die
geforderte Schalldämmung im allgemeinen nur erfüllen, wenn sie entsprechend
schwer ist. Hier kommen nur Baustoffe mit besonders hohem Gewicht in Frage, z.
B. Bims-Vollsteine V 12 mit Rohdichten zwischen 1,60 und 1,80 kg/dm
3 . Schalltechnisch und bautechnisch
günstiger ist es häufig, diese Wände
doppelschalig, d. h. mit
zwischenliegender Luftschicht -
besser möglichst mit
Mineralfasermatten ausgefüllt -
auszubilden. Die Schalldämmung einer solchen Doppelwand ist
bei gleichem Gesamtgewicht mind. 10 dB größer als bei einer einschaligen Wand.
Sind die Schalen beispielsweise je 24 cm dick und bestehen aus Bimsbaustoffen
der Rohdichte 0,90, so beträgt ihr Gesamtgewicht (einschließlich Putz) 2 x 255
= 510 kg/m2, und ihr Schalldämmmaß liegt mit 67 dB deutlich Über
55 bzw. 57 dB, den nach DIN 4109 (E) geforderten Werten für Wohnungstrennwände
und Haustrennwände. Eine weitere Möglichkeit, mehrschalige schalldämmende Wände zu errichten,
bieten Ausführungen mit einer "biegesteifen" Wand aus Bimsbaustoffen
und einer "biegeweichen" Vorsatzschale, z. B. aus Gipskartonplatten.
Wichtig ist bei dieser Konstruktion, dass Wand und Vorsatzschale durch
"weiche" Dämmstoffe, z. B. Mineralfasermatten, getrennt sind. |
|
Brandschutz
|
|
Die Anforderungen, die an das Brandverhalten von Baustoffen gestellt
werden,
sind in der DIN 4102 "Brandschutz im Hochbau" festgelegt. Alle
Baustoffe werden grundsätzlich in zwei Klassen unterteilt. Baustoffe
der
Klasse A gelten als "nicht brennbar", Baustoffe der Klasse B
als "brennbar".
Daneben werden Bauteile in
sogenannte
Feuerwiderstandsklassen unterteilt:
|
| |
| F
30
|
feuerhemmend
|
| F 60
|
feuerhemmend
|
| F 90
|
feuerbeständig
|
| F
120
|
feuerbeständig
|
| F 180
|
hochfeuerbeständig
|
|
|
|
Baustoffe aus
Bimsbeton sind in der DIN 4102 der
Klasse A zugeordnet, d. h. sie zählen
zu den nicht-brennbaren Baustoffen.
Alle Bimsbaustoffe gelten als
feuerhemmend (F 30).
Feuerbeständig (F 90) sind geputzte
Wände aus Bimsbaustoffen bei
folgenden Wanddicken:
|
| |
Hohlblocksteine (Hbl)
und Vollblöcke (Vbl):
|
ab 17,5 cm
|
|
Vollsteine (V), tragend:
|
ab 17,5 cm
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Vollsteine (V), nicht-tragend:
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ab 11,5 cm
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In Brandversuchen hat sich gezeigt, dass Bimsbaustoffe tatsächlich einen noch
höheren Feuerwiderstand besitzen. Auch als Brandwände sind Bimsbaustoffe zu verwenden. Die erforderliche
Wanddicke beträgt bis zur Rohdichteklasse 1,2 30 cm, bei höheren Rohdichten 24
cm.