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Bims

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Was jetzt folgt, haben wir irgendwo stibitzt.

Hohlblocksteine

Bims-Hohlblocksteine (Hbl) sind großformatige, fünfseitig geschlossene, mit Kammern versehene Mauersteine. Sie haben (oben) einen geschlossenen Deckel, es kann also kein Mauermörtel in die Kammern fallen. Sie sind genormt in DIN 18151 "Hohlblocksteine aus Leichtbeton". Es waren die ersten Mauersteine dieser Art und Größe in Deutschland. Sie haben das Bauen und die Wirtschaftlichkeit des Bauens entscheidend geprägt, denn es entfallen nur 8 Hohlblocksteine auf 1 m2 Wand.
Hier die wichtigsten Formate:
Länge  Breite Höhe Bezeichnung
49,5 cm 17,5 cm 23,8 cm 12 DF
49,5 cm 24 cm 23,8 cm 16 DF
49,5 cm  30 cm 23,8 cm  20 DF
24,5 cm 36,5 cm 23,8 cm 12 DF
Festigkeitsklassen, Kennzeichnung, Rohdichten:
Festigkeitsklasse Kennzeichnung    Druckfestigkeit
(Mittelwert)
Zugehöriger
Rohdichtenbereich
Nut Farbe
Hbl 2   grün 2,5 N/mm2 0,50-0,80 kg/dm3
Hbl 4 1 blau 5,0 N/mm2  0,80-0,90 kg/dm3
Hbl 6 2 rot 7,5 N/mm2 1,00 kg/dm3
Wichtig sind Rohdichte (bzw. Gewicht) und Druckfestigkeit. Je niedriger die Rohdichte, um so wärmedämmender der Stein. Die Druckfestigkeit ist für den Planer ein Maßstab für die statische Belastbarkeit der gemauerten Wand. Die Steine sind durch Nuten oder Farben gekennzeichnet, um sie auf der Baustelle unterscheiden zu können. Zur Offenlegung aller Eigenschaften schreibt die DIN 18151 eine ganz bestimmte Bezeichnung auf den Lieferscheinen vor.
Sie lautet beispielsweise: 
"Bims-Hbl 2 - 0,5 - 495 x 300 x 238 DIN 18151". --->
Es handelt sich dabei um einen Hohlblockstein aus Naturbims, der Festigkeitsklasse 2, der Rohdichte 0,50, mit den Abmessungen 49,5 x 30 x 23,8 cm, genormt in DIN 18151.
Hohlblocksteine sind denkbar einfach und schnell zu vermauern. Auf ein vorbereitetes Mörtelbett werden mehrere Steine, mit den Hohlkammern nach unten, dicht aneinanderstoßend (knirsch) versetzt. Wenn die entstandenen "Taschen" an den Kopfseiten satt mit Mörtel verfüllt sind, beginnt schon der nächste Arbeitstakt. Wärmedämmende Außenwände werden mit Leichtmörtel, Innenwände mit Normalmörtel gemauert.

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Kellersteine
Kellersteine gehören zur Gruppe der Hohlblocksteine und sind damit in DIN 18151 genormt. Sie sind in erster Linie - wie der Name besagt für Kellermauerwerk bestimmt, vor allem für Kelleraußenwände.
Kellersteine werden grundsätzlich in den Festigkeitsklassen Hbl 4 und Hbl 6 hergestellt, um die Erddruckbelastung sicher aufzunehmen und auf die Fundamente übertragen zu können. Ihre Rohdichten sind bewußt hoch, weil sich bei erddruckbelasteten Wänden ein höheres Wandgewicht günstig auswirkt.
Die beiden wichtigsten Formate:
Länge Breite  Höhe  Bezeichnung
24 cm 30 cm 23,8 cm 10 DF
24 cm 36,5 cm 23,8 cm 12 DF
Weiterhin sind Kellersteine mit der Höhe 17,5 cm lieferbar. Die Bimsindustrie stellt neben Kellersteinen mit Stirnseitentaschen auch Kellersteine mit glatten Kopfseiten her. Diese Steine können in beiden Richtungen verarbeitet werden, d. h. 
der Stein mit den Abmessungen 24 x 30 x 23,8 cm eignet sich für 24 und 30 cm dicke Wände;
der Stein mit den Abmessungen 24 x 36,5 x 23,8 cm eignet sich für 24 und 36,5 cm dicke Wände.
Wegen dieser "universellen" Anwendbarkeit sind diese Steine im Markt auch unter der Bezeichnung Uni-Kellersteine bzw. Uni-Steine bekannt. Bis zu einer Anschüttungshöhe von 1,40 m (in Sonderfällen von 1,75 m) reicht eine 30er Kelleraußenwand, darüber ist eine 36,5er Kelleraußenwand erforderlich. Die Rohdichten von Kellersteinen liegen zwischen 1,20 und 1,40 kg/dm3, so daß diese Wände auch einen guten Schallschutz bieten.

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Vollbloecke
Bims-Vollblöcke haben die Abmessungen von Hohlblocksteinen. Sie besitzen statt Hohlkammern schmale Schlitze, deren Flächenanteil maximal 10 % der Lagerfläche beträgt. Bims-Vollblöcke (Vbl) sind in DIN 18152 "Vollsteine und Vollblöcke aus Leichtbeton" genormt. Sie stellen eine Weiterentwicklung des Hohlblocksteins dar. Wegen ihrer besonders günstigen Wärmedämmung eignen sie sich vor allem für Außenwände, an die hohe Wärmeschutzanforderungen gestellt werden. Die Wärmeschutzwirkung von Bims-Vollblöcken wird erzielt durch die optimale Schlitzanordnung und den hochwertigen, leichten Bimsbeton, der wegen der geringen Rohdichten erforderlich ist.
Hier die wichtigsten Formate:
Länge  Breite  Höhe  Bezeichnung
49,5 cm   17,5 cm  23,8 cm   12 DF
49,5 cm  24 cm  23,8 cm  16 DF
49,5 cm  30 cm  23,8 cm  20 DF
49,5 cm  36,5 cm  23,8 cm  24 DF
24,5 cm  36,5 cm  23,8 cm  12 DF

Ebenso wie bei Hohlblocksteinen gibt es auch bei Bims Vollblöcken 3 Festigkeitsklassen:

Festigkeitsklasse  Druckfestigkeit
(Mittelwert)
Zugehöriger
Rohdichtenbereich
Vbl 2 2,5 N/mm2 0,50-0,60 kg/dm3
Vbl 4  5,0 N/mm2 0,70 kg/dm3
Vbl 6 7,5 N/mm2 0,80 kg/dm3
Die Kennzeichnung entspricht der von Hohlblocksteinen. Bei der Bezeichnung (auf Lieferscheinen usw.) ist das Merkmal "S-W" von Bedeutung. "S" steht für Schlitze und "W" für Wärmeschutz.
Beispiel: "Bims-Vbl S-W 2-0,5495 x 300 x 238 DIN 18152".
Es handelt sich um einen hochwärmedämmenden Bims-Vollblock mit Schlitzen, der Festigkeitsklasse 2, der Rohdichte 0,50, mit den Abmessungen 49,5 x 30 x 23,8 cm, nach DIN 18152.
Verarbeitet werden Vbl wie Hbl. Als Mörtel ist grundsätzlich Leichtmörtel zu empfehlen. Neben genormten Steinen gibt es eine Reihe von Vollblöcken und Hohlblocksteinen mit bauaufsichtlicher Zulassung bzw. Bescheid des Bundesbauministers. Diese Steinarten zählen wegen ihrer geringen Rohdichte grundsätzlich zu den hochwärmedämmenden Bimsbaustoffen.

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Vollsteine
Bims-Vollsteine (V) sind kleinformatige Steine. Ihre Höhe beträgt liegend verarbeitet 11,5 bzw. 9,5 cm. Sie sind genormt in DIN 18152.
Länge  Breite  Höhe  Bezeichnung
24 cm 11,5 cm 11,5 cm 2 DF
24 cm 17,5 cm 11,5 cm 3 DF
24 cm 30 cm 11,5 cm 5 DF
24 cm 36,5 cm 11,5 cm 6 DF
49 cm 24 cm 11,5 cm 8 DF
49 cm 30 cm 11,5 cm 10 DF
49 cm 24 cm 9,5 cm 6,8 DF
Die Festigkeitsklassen reichen von V 2 bis V 12. Es besteht folgende Abhängigkeit zwischen Festigkeitsklasse und Rohdichtenbereich:
Festigkeitsklasse  Druckfestigkeit
(Mittelwert)
Zugehöriger
Rohdichtenbereich
V 2 2,5 N/mm2 0,70 - 1,00 kg/dm3
V 4 5,0 N/mm2 0,80 - 1,20 kg/dm3
V 6 7,5  N/mm2 1,00 - 1,40 kg/dm3
V 12 15,0 N/mm2 1,60 - 1,80 kg/dm3
Die Kennzeichnung durch Nuten und/oder Farben entspricht der Regelung bei Hohlblocksteinen. Die Festigkeitsklasse V 12 erhält 3 Nuten oder die Farbe Schwarz. 
Beispiel für die Lieferscheinbezeichnung: "Bims-V20,8240x300x115 DIN18152". --->
Es handelt sich dabei um einen Bims-Vollstein, der Festigkeitsklasse 2, der Rohdichte 0,80, mit den Abmessungen 24 x 30 x 11,5 cm, nach DIN 118152.
Durch die Vielzahl der Formate lassen sich Wanddicken von 9,5; 11,5; 17,5; 24; 30 und 36,5 cm herstellen. Während sich die kleineren Formate vor allem als Ergänzungssteine für Hohlblock und Vollblockmauerwerk verwenden lassen, können die großformatigen Vollsteine sowohl flachliegend zu tragendem Mauerwerk als auch hochkant (z. B. das Format 49 x 24 x 11,5 cm) zu tragenden und nichttragenden Trennwänden verarbeitet werden.

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Bimsdielen

Bimsdielen, auch Wandbauplatten (Wpl) genannt, sind genormt in DIN 18162 "Wandbauplatten aus Leichtbeton" und in folgenden Formaten lieferbar:

Länge  Dicke  Höhe
99 cm  5 cm 32 cm
99 cm 6 cm 32 cm
99 cm 7 cm 32 cm
Die Rohdichte liegt zwischen 0,80 und 1,00 kg/dm3. Die Festigkeit ist von untergeordneter Bedeutung da aus Bimsdielen nur nicht-tragende Wände errichtet werden. Sie ist jedoch grundsätzlich so groß, dass die statischen und dynamischen Beanspruchungen von der fertigen Wand sicher aufgenommen werden. Die Bezeichnung auf Lieferscheinen lautet für eine Wandbauplatte aus Bims (Bimsdiele), der Rohdichte 0,80, mit den Abmessungen 99x6x32cm: "Bims-Wpl-0,8- 990 x 60 x 320 DIN 18162".
Mit Bimsdielen lassen sich Trennwände von 5, 6 und 7 cm Dicke herstellen. Sie eignen sich auch für viele andere Zwecke, u. a. für Abmauerungen von Badewannen, Abseitenwände unter Dachschrägen und Bekleidungen aller Art. Sie werden vorzugsweise mit Kalkzementmörtel verarbeitet.

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Kaminsteine
Kaminsteine sind in Form von Kaminmantelsteinen und Kaminformstücken lieferbar. Kaminmantelsteine sind im Gegensatz zu Kaminformstücken mehrschalig aufgebaut. Zwischen Schamotteeinsatz und Mantelstein befindet sich eine nichtbrennbare Wärmedämmung. Beide Ausführungen werden 1 - und mehrzügig hergestellt. Kaminformstücke sind genormt in DIN 18150 "Baustoffe und Bauteile für Hausschornsteine, Formstücke aus Leichtbeton". Für Kaminmantelsteine besteht neben DIN 18147 "Baustoffe und Bauteile für dreischalige Hausschornsteine" eine Reihe von bauaufsichtlichen Zulassungen, nach denen die Mantelsteinsysteme gefertigt werden. Der besondere Vorteil dieser Schornsteinbauteile ist ihre rationelle Verarbeitung. Der Arbeitsfortschritt ist wesentlich größer als bei gemauerten Schornsteinen. Im allgemeinen entfallen 4 Elemente auf 1 stgdm. Die günstige Wärmeschutzwirkung macht Schornsteine aus Kaminformstücken und Kaminmantelsteinen besonders funktionssicher, da die Abgastemperaturen an jeder Stelle des Kamins ausreichend hoch bleiben. Diese Kamine "ziehen" gut und versotten nicht. Kaminformstücke bieten sich auch für sogenannte Notkamine an, die jeder Bauherr in ausreichender Zahl vorsehen sollte.

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U-Steine
Bims-U-Steine bedürfen keiner Norm oder Zulassung, ihre Abmessungen sind jedoch auf die Maßordnung im Hochbau und die Formate von Bims-Mauersteinen abgestimmt. Sie werden mit und ohne Anschlag gefertigt.

Die lieferbaren Formate sind:

Länge  Breite  Höhe (ohne Anschlag)
24,5 cm  17,5 cm  23,8 cm 
24,5 cm  24 cm  23,8 cm 
24,5 cm  30 cm  23,8 cm 
24,5 cm  36,5 cm  23,8 cm 
U-Steine stehen somit für 17,5er bis 36,5er Wände zur Verfügung. Mit U-Steinen können Ringanker und kürzere Stürze ausgebildet werden. U-Steine erhöhen den Wärmeschutz und sorgen für einen einheitlichen Putzgrund.

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Fertigteildecken
Die Bimsindustrie bietet mehrere Fertigteildecken-Systeme an. Überwiegend handelt es sich um sogenannte Hohlkörperdecken, bei denen Bims-Hohlkörper zwischen vorgefertigte Stahlbetonträger (Gitterträger) gehängt werden. Daneben gibt es Deckensysteme mit dicht nebeneinander verlegten bewehrten Bimsbetonbalken. Die Balken besitzen im Inneren in Längsrichtung durchgehend verlaufende Hohlräume. Fertigteildecken aus Bimsbeton werden für alle im Hochbau üblichen Stützweiten und Raumgrößen gefertigt. Diese Decken haben den Vorzug, dass sie ein Einschalen überflüssig machen. Die tragenden Balken oder Gitterträger werden lediglich in bestimmten Abständen durch Joche während der Montagezeit unterstützt. Die Deckenhöhe schwankt, je nach Konstruktionsart, zwischen 16 und 25 cm. Bimsbetondecken sind besonders wirtschaftlich, weil sie auch ohne maschinelle Hilfe eingebaut werden können. Sie werden deswegen auch beim Bauen in Selbsthilfe vorteilhaft eingesetzt.
Diese Decken besitzen ein nur geringes Gewicht und belasten Wände, Unterzüge und Fundamente weniger stark als massive Stahlbetondecken. Sie werden (nahezu) trocken eingebaut und bringen daher nur wenig Wasser in den Neubau. Bei Hohlkörperdecken wird lediglich der Raum im Bereich der Gitterträger mit Beton verfüllt, bei Bimsbetonbalken-Decken werden die beim Verlegen entstehenden schmalen Fugen mit Zementmörtel ausgegossen.

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Dach-und Wandplatten

Zum Lieferprogramm gehören auch großformatige, plattenförmige Elemente mit Bewehrung für Dächer und Wände. Ihr Einsatzgebiet ist vornehmlich der gewerbliche Hochbau. Sie sind genormt in DIN 4028 "Stahlbetondielen aus Leichtbeton". Dachplatten besitzen in Längsrichtung durchgehende Hohlräume, daher auch Hohldielen genannt. Sie sind lieferbar in Längen bis zu 6 m, bei Breiten zwischen 33 und 125 cm und Dicken zwischen 8 und 20 cm. Die Regelbreite beträgt 50 oder 62,5 cm. Sie eignen sich zur Eindeckung von Dächern für Wohn- und Bürogebäude, Industriehallen und Garagen. Wandplatten werden als Vollplatten hergestellt. Sie werden in Längen bis zu etwa 8 m, bei Breiten bis zu 1,50 m und Dicken zwischen 15 und 24 cm gefertigt. Zusätzlich sind Sonderbreiten bis 2,50 m lieferbar. Es handelt sich um ausfachende Elemente, die vor oder zwischen die tragende Konstruktion aus Stahlbeton, Stahl oder Holz montiert werden. Für diese Platten gilt, dass sie verhältnismäßig leicht sind und damit nicht nur einen überdurchschnittlich hohen Wärmeschutz besitzen, sondern auch schnell und wirtschaftlich zu verlegen sind. Sie besitzen zudem eine günstige Schalldämmung und hohe Feuerwiderstandsfähigkeit.

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Verarbeitung
Die Verarbeitung von Hohlblocksteinen, Vollblöcken und Vollsteinen ist in der DIN 1053 "Mauerwerk" geregelt. Die großformatigen Bims-Hohlblocksteine und Bims-Vollblöcke - man benötigt nur 8 Steine auf einen m - sind wesentlich schneller zu versetzen als eine entsprechend größere Stückzahl kleinformatiger Steine. Bimsbaustoffe zeichnen sich dadurch aus, dass sie wegen ihrer großen Formate bei geringem Gewicht wirtschaftliches und kostengünstiges Bauen garantieren. Sie bieten sich auch für das Bauen in Selbsthilfe an. Für die Herstellung von Außenwänden wird statt üblichem Mauermörtel aus Quarzsand (mit Rohdichten um 2,0 kg/dm3 ) Leichtmörtel (z. B. aus Bimsgranulat mit Rohdichten unter 1,0 kg/dm3) verwendet. Leichtmörtel lässt sich wie üblicher Mörtel verarbeiten, er hat jedoch den Vorteil, dass er den Wärmeschutz erheblich verbessert. Großformatige Bims-Mauersteine erfordern wegen ihrer Formgebung keine komplizierten Mauerwerksverbände. Die Verarbeitung erfolgt mit mittigem Verband als sogenanntes Einsteinmauerwerk, bei dem die Steinbreite der Wanddicke entspricht. Die Anlieferung erfolgt im Regelfall paketiert auf Holzpaletten und - auf Wunsch - mit Schrumpffolien zum Schutz gegen Niederschläge und kleinere Beschädigungen. Bimsbaustoffe zeichnen sich grundsätzlich durch eine leichte Bearbeitbarkeit aus Nageln, Bohren, Schlitzen und Fräsen bereiten keine Probleme. Bimsbaustoffe haben eine geringe Saugfähigkeit und besitzen eine rauhe Oberfläche. Beiden Eigenschaften ist zu verdanken, dass sie einen besonders guten Putzgrund bilden. Bimsbaustoffe entziehen dem Putzmörtel kaum Wasser. Ihre rauhe Oberfläche führt zu einer engen Verzahnung mit dem Putz.

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Feuchteschutz
Feuchtigkeit in Wänden und Decken ist nicht nur hygienisch bedenklich, sondern hat auch handfeste wirtschaftliche Nachteile, da feuchte Bauteile in ihrer Wärmeschutzwirkung mehr oder weniger stark beeinträchtigt sind. Energiesparend wohnt man daher nur in trockenen Häusern.
Häuser aus Bimsbaustoffen sind trockene und damit gesunde und energiesparende Häuser.
Dafür sorgt in Verbindung mit der hohen Wärmedämmung der günstige, niedrige Diffusionswiderstand von Bimsbaustoffen. Er sorgt für eine schnelle Austrocknung der Baufeuchtigkeit innerhalb von Monaten und anschließend für ein stetiges, zügiges Abführen der Raumluftfeuchtigkeit nach außen. Dieses Verhalten bestätigen Messungen und Beobachtungen an ausgeführten Objekten und rechnerische Untersuchungen nach DIN 4108 mit dem Verfahren nach Glaser.

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Schallschutz
Der Schallschutz eines Hauses sollte bereits mit der Planung beginnen. Ruhige Räume (Schlafzimmer) legt man abseits vom Lärm, also z.B. nicht zur Verkehrsstraße hin. Auch sollten Größe und Lage der Fenster beachtet werden, denn der Schallschutz von Fenstern ist grundsätzlich schlechter als der von Wänden. Als Faustregel für den Schallschutz gilt: Je schwerer die Wand, desto besser ist ihr Schallschutz. Das Maß für den Schallschutz ist das Dezibel (dB). Fenster und deren Flächen beeinflussen negativ das Gesamtschalldämmmaß einer Außenwand. Das lässt sich am besten mit einem Beispiel verdeutlichen: Vergleicht man 2 Wände (mit je 25 % Fensterflächenanteil), bestehend einmal aus Beton, 30 cm dick, mit einem Gewicht von 750 kg/m2 , das andere Mal aus Hohlblocksteinen, 24 cm dick, mit nur 240 kg /m2, zeigen die folgenden Werte, wie wenig dadurch das Gesamt-Schalldämmmaß beeinflusst wird:
Betonwand: 62,0 dB ohne Fenster 36,0 dB mit Fenster*
Hohlblocksteinwand: 48,0 dB ohne Fenster 35,8 dB mit Fenster*
    *Holzfenster mit 12 mm Isolierverglasung (35 d13).
     
Ein Unterschied im Schallschutz beider Wände ist praktisch nicht feststellbar, obwohl die Betonwand dreimal so schwer ist wie die Hohlblocksteinwand, die jedoch viermal besser wärmedämmend ist. Also wählt man die Baustoffe für die Außenwand zunächst nach ihrem Wärmeschutz und nicht nach ihrem Schallschutz aus. Der Schallschutz ist in DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" geregelt. Diese Norm befindet sich seit Jahren in einer Neubearbeitung. Da die immer noch gültige Fassung aus dem Jahr 1962 weitgehend überholt ist, wird auf den Entwurf (E) der DIN 4109, Februar 1979, Bezug genommen. Schallschutzanforderungen an Außenwände werden im Teil 6 der DIN 4109 (E) erhoben. In Abhängigkeit des Straßenlärms sind 5 sogenannte Lärmpegelbereiche festgelegt Den Lärmpegelbereichen sind bestimmte Mindestschalldämmmaße der Außenwände und Fenster zugeordnet. Deren Erfüllung bereitet mit Bimsbaustoffen keine Schwierigkeiten. Im Gebäudeinnern werden Schallschutzanforderungen vor allem an Treppenhausund Wohnungstrenn- bzw. Haustrennwände gestellt. Eine einschalige Wand kann die geforderte Schalldämmung im allgemeinen nur erfüllen, wenn sie entsprechend schwer ist. Hier kommen nur Baustoffe mit besonders hohem Gewicht in Frage, z. B. Bims-Vollsteine V 12 mit Rohdichten zwischen 1,60 und 1,80 kg/dm 3 . Schalltechnisch und bautechnisch günstiger ist es häufig, diese Wände doppelschalig, d. h. mit zwischenliegender Luftschicht - besser möglichst mit Mineralfasermatten ausgefüllt - auszubilden. Die Schalldämmung einer solchen Doppelwand ist bei gleichem Gesamtgewicht mind. 10 dB größer als bei einer einschaligen Wand. Sind die Schalen beispielsweise je 24 cm dick und bestehen aus Bimsbaustoffen der Rohdichte 0,90, so beträgt ihr Gesamtgewicht (einschließlich Putz) 2 x 255 = 510 kg/m2, und ihr Schalldämmmaß liegt mit 67 dB deutlich Über 55 bzw. 57 dB, den nach DIN 4109 (E) geforderten Werten für Wohnungstrennwände und Haustrennwände. Eine weitere Möglichkeit, mehrschalige schalldämmende Wände zu errichten, bieten Ausführungen mit einer "biegesteifen" Wand aus Bimsbaustoffen und einer "biegeweichen" Vorsatzschale, z. B. aus Gipskartonplatten. Wichtig ist bei dieser Konstruktion, dass Wand und Vorsatzschale durch "weiche" Dämmstoffe, z. B. Mineralfasermatten, getrennt sind.

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Brandschutz
Die Anforderungen, die an das Brandverhalten von Baustoffen gestellt werden, sind in der DIN 4102 "Brandschutz im Hochbau" festgelegt. Alle Baustoffe werden grundsätzlich in zwei Klassen unterteilt. Baustoffe der Klasse A gelten als "nicht brennbar", Baustoffe der Klasse B als "brennbar". Daneben werden Bauteile in sogenannte Feuerwiderstandsklassen unterteilt:
F 30 feuerhemmend 
F 60 feuerhemmend 
F 90 feuerbeständig 
F 120 feuerbeständig 
F 180 hochfeuerbeständig
Baustoffe aus Bimsbeton sind in der DIN 4102 der Klasse A zugeordnet, d. h. sie zählen zu den nicht-brennbaren Baustoffen. Alle Bimsbaustoffe gelten als feuerhemmend (F 30). Feuerbeständig (F 90) sind geputzte Wände aus Bimsbaustoffen bei folgenden Wanddicken:
Hohlblocksteine (Hbl)
und Vollblöcke (Vbl):
ab 17,5 cm
Vollsteine (V), tragend: ab 17,5 cm
Vollsteine (V), nicht-tragend: ab 11,5 cm
In Brandversuchen hat sich gezeigt, dass Bimsbaustoffe tatsächlich einen noch höheren Feuerwiderstand besitzen. Auch als Brandwände sind Bimsbaustoffe zu verwenden. Die erforderliche Wanddicke beträgt bis zur Rohdichteklasse 1,2 30 cm, bei höheren Rohdichten 24 cm.

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